Lichtbeton ist vielfältig einsetzbar 

Lichtbeton eignet sich nicht nur für den Straßenbau, auch Fassaden bringt er zum Leuchten. Dadurch können, in Kombination mit Zeitschaltuhren oder Bewegungsmeldern, auch Einbrecher abgeschreckt werden. Foto: LCT GesmbH

Mehr Sicherheit

Für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen und gleichzeitig die Umwelt schonen – das verspricht ein neu entwickelter Lichtbeton. Die seit Kurzem auch in Deutschland erhältlichen LightStones der Light & Concrete Technology GesmbH (LCT) sind Betonplatten mit integriertem LED-Licht, die sich sowohl für den Einsatz im Straßenbau als auch für Gebäudefassaden eignen.

Der Bedarf in Deutschland ist laut LCT hoch, denn 70 Prozent der im Jahr 2016 im Straßenverkehr getöteten Fußgänger verloren innerhalb geschlossener Ortschaften ihr Leben. Das Überschreiten der Fahrbahn war dabei mit einem Anteil von 26 Prozent die häufigste Ursache.

„Zur Sicherheit beitragende, umweltfreundliche und optisch ansprechende Beleuchtungssysteme sind in Städten mit ihren zunehmend dichter werdenden Verkehrsräumen sehr gefragt“, sagt der CEO des im österreichischen Hofstätten ansässigen Unternehmes, Alexander Haider, der mit seinem Partner und zweiten Geschäftsführer Dieter Christandl den Vertrieb auf dem deutschen Markt verantwortet. „Deshalb sehen wir Smart Cities als den steigenden Wachstumsmarkt“, ist auch Dieter Christandl überzeugt.

Die LightStones der LCT GesmbH können mit der Ampelphase gleichgeschaltet werden. Foto: LCT GesmbH

Auch am Tag gut zu sehen

Neben optischen Gründen, beispielsweise bei der Fassadengestaltung, spricht laut LCT in städtischen Wohn- und Grünanlagen vor allem der nachhaltige Umgang mit Energie für den Einsatz von Lichtbeton. Die patentierte Technologie ermöglicht die bedarfsorientierte Beleuchtung von Wegen und Straßen bei Dunkelheit. „Wir steuern es so, dass ein Weg nur dann beleuchtet wird, wenn ihn ein Fußgänger betritt. Das ist praktisch und umweltfreundlich zugleich“, erläutert Alexander Haider. Fußgänger lassen sich beim Überqueren der Straße immer öfter durch ihr Smartphone ablenken. Farbig leuchtende Betonflächen, etwa im Bereich von Zebrastreifen, die mit der Ampelphase gleichgeschaltet werden, könnten hier Abhilfe schaffen. Sie sind auch bei Tageslicht gut sichtbar und außerdem als taktile Leitsysteme erhältlich. Den österreichischen Experten zufolge sollen die LightStones Sehbehinderte noch besser unterstützen können als herkömmliche Blindenleitsysteme.

In Form sogenannter Lichtwegeleitsysteme kann der Spezialbeton auch dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und die Orientierung in einer fremden Stadt oder bei großen Events zu erleichtern. „Wir können zum Beispiel im Außenbereich eines Fußballstadions Zonen, in denen sich Fans für den Zutritt zu einer bestimmten Tribüne aufhalten sollen, entsprechend beleuchten. Das dient der Orientierung der Zuschauer und unterstützt die Organisation solcher Großveranstaltungen“, so Alexander Haider.     

Zurück